Deponiegas und Biogasbehandlung

Die Biogaserzeugung zählt zu den Technologien zur Erzeugung erneuerbarer Energien und ist damit ein wichtiger Bestandteil unserer zukünftigen Energieproduktion.

Im Unterschied zu Erdgas mit einer Methankonzentration zwischen 85% und 98% sowie einem Inertgasanteil von bis zu 11%, enthält Biogas einen Methananteil von durchschnittlich 60% und 35% CO2.
Der Gehalt an Wasserdampf variiert je nach der Quelle stark. Gleiches gilt für den Gehalt an Schwefelwasserstoff.

Die Anforderungen an die Aufbereitung für Erd- und Biogas entsprechen sich in weiten Bereichen, durch die unterschiedliche Zusammensetzung sind aber auch spezielle Anforderungen bei der Aufbereitung von Biogas zu beachten. Schwefelwasserstoff, Ammoniak aber auch Siloxane stören nicht nur die Methanogenese, sondern lagern sich vor allem im Gasmotor ab, erhöhen die Ölwechselintervalle und führen im schlimmsten Fall zur Zerstörung des Motors.

Speisen Sie ins Gasnetz ein oder möchten Sie in Zukunft Ihre Gasqualität verbessern?
In Zusammenarbeit mit der Donau Chemie Wassertechnik bieten wir die Gesamtlösung für Ihre Biogasaufbereitung!

Bei sehr hohen Schwefelwerten kann Donau Bellamethan® für die Grobentschwefelung herangezogen werden. Das Produkt auf Eisenchloridbasis reduziert den H2S Gehalt rasch und verlässlich. Zusätzlich verringert Donau Bellamethan® durch seine saure Eigenschaft den Ammoniumgehalt.
Ebenfalls kann es bei proteinreichen Substraten zu Schwimmschichten oder zur Schaumbildung im Fermenter kommen. Schwimmschichten verhindern, dass das gebildete Biogas in den Gasraum gelangt und verringert somit die Gasausbeute. Donau Bellamethan® plus unterstützt Sie bei der Bekämpfung dieser Probleme.

Bei einem Schwefelgehalt unter 500ppm können zusätzlich Aktivkohlefilter sinnvoll eingesetzt werden, denn diese dienen der Feinentschwefelung und reduzieren den H2S Gehalt auf bis zu 0ppm. Für die Biogasentschwefelung wird geformte Aktivkohle und speziell zur H2S Entfernung wird eine mit Kaliumjodid imprägnierte Aktivkohle verwendet.
Zusätzlich entfernt die Aktivkohle auch den Ammoniak. Dabei werden H2S und auch Mercaptane (Schwefel-Alkoholverbindungen) durch eine katalytische Oxidation innerhalb des Porengerüstes zu elementaren Schwefel bzw. den Disulfiden umgesetzt. Dazu ist die Anwesenheit der 2-fach stöchiometrischen Menge an O2 notwendig, bevorzugte Temperaturen liegen zwischen 10-70°C. Beladungen von weit über 60% Gew.% Schwefel sind möglich.

Siliciumorganische Verbindungen, sogenannte Siloxane, treten vermehrt bei Substraten wie Altfetten und Abfallstoffen, die als Kofermente eingesetzt werden, auf. Bei der Verbrennung von Siloxanen entsteht feinkristallines SiO2, das sich z.B. an Zylindern und Kolben in Motoren absetzt und zu Schäden führen kann. Mit Hilfe der Aktivkohle können somit die letzten Reste dieser Hemmstoffe herausgefiltert werden, das Biogas ist damit zur weiteren Aufbereitung bestens vorbereitet.


Empfohlene Aktivkohlesorten:
Desorex K 43 J (imprägniert) für H2S-Abscheidung
Desorex K 47 (unimprägniert) für Siloxanabscheidung
 

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